Ausländer verlassen den bedrohten Norden
Angst vor der nuklearen Gefahr
Wegen der erhöhten radioaktiven Strahlung rund um das japanische Atomkraftwerk Fukushima I haben mehrere Länder damit begonnen, ihre Staatsbürger aus der Region zu holen.
Die chinesische Botschaft teilte mit, es würden Busse in die am schwersten von der Katastrophe betroffenen Präfekturen Miyagi, Fukushima, Ibaraki und Iwate geschickt, um Chinesen dort abzuholen. Sie sollen in die Heimat ausgeflogen werden. Weil inzwischen auch in der rund 270 Kilometer südlich gelegenen japanischen Hauptstadt Tokio eine leicht erhöhte Radioaktivität gemessen wurde, beschloss Österreich, seine Botschaft nach Osaka zu verlegen.
Auch Frankreich und die USA raten von Reisen nach Tokio ab. Wenn es keinen besonderen Grund gebe, sollte auf Aufenthalte in der japanischen Hauptstadt in den nächsten Tagen verzichtet werden, hieß es in einer E-Mail der französischen Botschaft. Die tschechische Regierung schickte zwei Militärmaschinen, um das Philharmonie-Orchester auszufliegen, das sich in Tokio aufhielt. Dort war die Radioaktivität nach Angaben der japanischen Behörden nur leicht erhöht. Ein Risiko für die 39 Millionen Menschen in dem Großraum bestehe nicht, hieß es.
(Quelle tagesschau.de)
